Konzeption: BuKo12 Partizipation

Posted: 28.08.2010 | 2 Comments »

Seit 2003 findet im zweijährigen Rhythmus ein bundesweiter Kongress der Kunstpädagogik an wechselnden Orten statt. Im Anschluss an den Bundeskongress der Kunstpädagogik 2009 in Düsseldorf hat sich eine Initiativgruppe zur Ausrichtung der Folgeveranstaltung gebildet, um die inhaltliche und formale Konzeption eines nächsten Bundeskongresses zu diskutieren. Dabei zeigte sich als gemeinsame Motivation, eine in inhaltlicher, struktureller wie personeller Hinsicht partizipatorisch und plural orientierte Kongressform zu entwickeln, welche die Breite des kunstpädagogischen Feldes aufgreift und würdigt.

Partizipation
Partizipation ist eine Herausforderung. Sie umfasst gegenwärtig brisante gesellschaftliche Fragen, neue Formen der Kommunikation, der Medienkultur, aktuelle Forderungen der Pädagogik gemäß einer „Bildung in der Demokratie“ und Handlungsweisen in der zeitgenössischen Kunst. Daraus ergeben sich inhaltliche wie strukturelle Impulse der Kongresskonzeption. Damit Partizipation stattfinden kann, ist die Weiterentwicklung kunstpädagogischer Tagungskultur notwendig: Für die Vernetzung pluraler Positionen und Praktiken sowie kontext-spezifischen Wissens sind produktive Kontaktflächen zwischen Personen und Institutionen sowie zwischen kunstpädagogischer Theorie und Praxis notwendig. Es gilt unterschiedliche Formen gemeinsamer Arbeit zu etablieren, in denen sich Erfahrungen und Perspektiven aller Beteiligten verknüpfen.

Leitfragen
Während einer zweijährigen Diskursphase (2010-2012) soll das Stichwort „Partizipation“ entlang der zentralen Herausforderungen in der Breite thematisiert werden:

  • Internationalisierung und Globalisierung
  • veränderte Medienkulturen
  • Kooperationsmodelle und Schulentwicklung

Vor dem Hintergrund des spezifischen Verhältnisses von Kunst und Pädagogik, das das Besondere des Faches prägt, ist die Fach-Community zur Auseinandersetzung mit der Frage herausgefordert, in welcher Weise und in welcher Form die Koppelung von Kunst und Bildung zu Teilhabe beiträgt. Konkret ergeben sich daraus drei Leitfragen, die den Prozess prägen und zur Formulierung neuer Fragen provozieren:

  • Tradition – Wie kann Kunstpädagogik zur Partizipation an kulturellem Erbe und kultureller Übermittlung beitragen?
  • Aktion – Wie kann Kunstpädagogik zur Interaktion mit einer von Heterogenität, Pluralität und hochgradiger Mediatisierung geprägten (Welt-)Gesellschaft qualifizieren?
  • Vision – Wie kann Kunstpädagogik auf die Teilhabe an einer zukünftigen Gesellschaft vorbereiten, einer Gesellschaft, die es im Moment noch gar nicht gibt?

Parts und Partizipationen: Jeder Ort kann Zentrum werden
Mehrere lokale Arbeitstagungen bilden die dezentrale Struktur des Buko12. Diese „Parts“ bilden ein Netz, in dem Kontextwissen, innovative Methoden sowie Institutionsanbindungen erzeugt und weitergegeben werden. In allen Bereichen wird die Mitarbeit interessierter Kolleginnen und Kollegen aus Schule, Hochschule und außerschulischen Feldern erwartet.

Teilhabe und Kommunikation
Aufgrund der inhaltlichen und strukturellen Heterogenität des Gesamtvorhabens ist eine starke Vernetzung der einzelnen Teile unabdingbar. Jeder Part generiert unterschiedliche mediale Dokumentationen und Berichte, die zeitnah im Netz abrufbar sind und als Print-Version distribuiert werden. Auf diese Weise wird zugleich eine breite, internationale Fachöffentlichkeit erreicht.

Initiativgruppe
Andreas Brenne, Prof. Dr., Universität Osnabrück
Sara Burkhardt, Jun.-Prof. Dr., Technische Universität Dresden
Marc Fritzsche, Justus-Liebig-Universität Gießen
Christine Heil, Prof. Dr., Kunsthochschule Mainz
Gila Kolb, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Torsten Meyer, Prof. Dr., Universität zu Köln
Andrea Sabisch, Prof. Dr., Universität Hamburg
Ansgar Schnurr, Dr., Technische Universität Dortmund
Ulrike Stutz, Prof. Dr., Universität Erfurt
Mario Urlaß, Prof., Pädagogische Hochschule Heidelberg
Tanja Wetzel, Prof. Dr., Kunsthochschule Kassel
Jutta Zaremba, Dr., Universität Flensburg

Die Initiative wird vom BDK e.V. Fachverband für Kunstpädagogik unterstützt.


2 Comments on “Konzeption: BuKo12 Partizipation”

  1. 1 Liebe Interessierte, « doppelpunkt said at 19:25 on Oktober 31st, 2011:

    […] zu reflektieren. Inhaltliche Orientierung liefern uns die Thesen des für den Bundeskongress (BUKO) verfassten Papers. […]

  2. 2 #2 « doppelpunkt said at 16:45 on November 11th, 2011:

    […] geschieht durch BuKo12, dem Bundeskongress der Kunstpädagogik 2010 – 2012 und hat „Partizipation“ zum Thema. Dabei haben wir uns gefragt, was Partizipation eigentlich heißt und wie das in der […]


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